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MisterX
Anmeldungsdatum: 28. März 2007
Beiträge: 227
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reever hat geschrieben: Heute werden vermehrt LinuxKenntnisse vorausgesetzt.
Lies. Lies nochmal. Und dann schlag mal in der (vernünftigen) IT-Zeitschrift deiner Wahl die Stellenanzeigen auf... Aber wir entfernen uns vom Thema. Generell sollte Bildung breit gefächert sein. Otto-Normal-Mensch braucht im Alltag auch nicht das Wissen um evolutionstechnische Vorgänge oder darum, wie glorreich der Sturm auf die Bastille ganz sicher nicht war. Trotzdem wird's gelehrt. Aus gutem Grund. Schonmal was vom "Renaissance-Menschen" gehört? Ist nen tolles Ideal... Also: Warum nicht den Schülern praktisches Wissen mit auf den Weg geben, dass ihnen weiter hilft (Windows hat 80% der deutschen Haushalte eh zu Hause - und der Rest kann sich Linux eher leisten als die sündhaft teuren M$ Produkte...) und die Schulen billiger kommt? X P.S.: Es gibt nicht die Unternehmen.
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Pathi
Anmeldungsdatum: 4. August 2006
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Hallo, ich habe in der Vergangenheit bereits zwei Jugendzentren mit einer Terminal-Server-Lösung ausgestattet. Die Erste Lösung läuft seit zwei Jahren auf Debian-Basis. Die zweite Lösung basiert auf Ubuntu mit nachinstalliertem LTSP-Paket und als Pornofilter haben wir auf beiden Systemen Dansguardian am laufen. Als drittes Projekt, was noch nicht abgeschlossen ist, haben wir einen Server für eine Schule in der Ukraine mit Edubuntu 7.10 vorbereitet. Dies war eine Woche vor dem Release, da der Server und die dazugehörigen Clients abtransportiert wurden. Die beiden Jugendzentren werden von Sozialarbeitern betreut, die nach kurzer Eingewöhnung mit den Systemen relativ gut klar kommen. Die Lernprogramme, die in den Ubuntu-Paketen zur Verfügung stehen, sind derart umfangreich, dass ich bis heute längst nicht alle kenne ☺ Ich denke aber, da in den vorigen Beiträgen eine (berechtigte) Portion Zweifel vorhanden ist, ich auch hierzu kurz Stellung nehmen möchte: ich hatte anfangs genauso gedacht, ob und wie sich so etwas in der Praxis bewährt. Da das System jedoch nur auf Linux-Basis läuft, da in den Clients keine Festplatten vorhanden sind, muss man es so akzeptieren und das haben die User in meinen Augen auf jeden Fall gemacht. Es ist zwar schade, dass sie keine Ballerspiele spielen können, ist aber sicher auch nicht Sinn und Zweck von PCs in einem Juze. Die kleinen Spiele werden gerne genutzt, Open Office ist wie unter Windows eine Gewohnheitssache, aber auch damit kann man sehr gut klar kommen (das ist wie ein Umstieg von Office 97 auf Office XP, da muss man sich ebenfalls umgewöhnen). Was die Jugendlichen noch wollten, war ein Chatprogramm für ICQ oder MSN, habe dann Pidgin nachinstalliert. Ich bin nur sporadisch in den Jugendzentren und es ist sicherlich eine andere Zielgruppe, will aber damit sagen, dass man sich relativ schnell mit einer Linux-Basierten Lösung anfreunden kann und auch will ☺ Die Administration für die Betreuer besteht drin, User anzulegen und zu löschen und ab und zu eine Internetseite im Dansguardian zu blocken oder auch freizuschalten. Ansosnten fällt nicht allzuviel Arbeit an, in einer Schule müssen die Lehrer natürlich die Lernprogramme kennen, um ggf. Aufgaben für die Schüler zu erstellen. Ich konnte mit relativ geringem Aufwand die Leute überzeugen, eine solche Lösung in Betracht zu ziehen, da der Faktor Kosten mit einer solchen Lösung am geringsten ist: ein zeitgemäßer Rechner, als Clients tun es einfache und ausgemusterte Pentium2-Rechner mit 32MB-RAM. Da kann man ein Klassenzimmer mit 10 PCs für ca. 1000 Euro ausstatten. Ich habe jetzt die Kosten für die installation nicht eingerechnet, diese fallen aber bei einer konventionellen MS-Lösung auch an und wir haben diese Projekte ebenfalls kostenlos durchgezogen. Das Schulprojekt in der Ukraine wird auch noch spannend, auch hier haben wir wie bereits oben beschrieben Edubuntu eingesetzt und es wird immer einfacher, ein solches System in Betrieb zu nehmen, da hier fast schon alles drin ist. Das Nachladen der Sprachunterstützung war auch hier ein Argument (Ukrainisch, Russisch, Englisch, Deutsch). Dies kann vom Anwender selbst definiert werden. Es dauert aber noch, bis die Geräte installiert werden, daher habe ich hier noch keine Erfahrungen. Gruß Patrick
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robbe13
Anmeldungsdatum: 22. Oktober 2007
Beiträge: 53
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Bei mir an der Schule gibt es einen Computerraum von Schülern (nach Weihnachten von mir und meinem Freund) verwaltet. Wir finden auch das Edubuntu besser wäre und werden es umstellen. An unserer Schule wird sowieso nicht nicht mehr nur Win benutzt sondern auch an etwa der Hälfte der PCs Solaris. Es ist gut möglich, dass es bald nur noch UNIX/Linux ist. Es wäre wirklich schön, wenn man noch Schulen zu Edubuntu überreden könnte.
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harrybe
Anmeldungsdatum: 7. Juni 2007
Beiträge: 876
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Ich will euch ja nicht eurer Illusionen berauben, aber wenn ihr anfangt zu Arbeiten werdet ihr zu 98% mit Microsoft arbeiten.
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Tiger75
Anmeldungsdatum: 13. November 2006
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Bin eben auf dieses Forum aufmerksam geworden und halte die Anfangs-Idee Ubuntu an Schulen zu verbreiten für echt gut. Meine Schule ist vor einem Jahr von Windows auf eine Ubuntu-LTSP-Lösung mit Thinclients nicht zuletzt aus finanziellen Gründen umgestiegen und fährt damit auch ganz gut. Momentan setzten wir gerade den Server neu auf (mit Gutsy) und werden dafür auch eine Wiki anlegen, damit es zukünftige Schulen leichter haben. Das Hauptproblem an Schulen ist meiner Meinung nach, dass irgendwelche Lehrer hobbymäßig sich um die Computerräume in ihrer Freizeit kümmern, und nur wenn etwas nicht läuft einen drauf bekommen. Daher sollte das System möglichst leicht installierbar und wartbar sein. Aus meiner Sicht ist eine Terminal-Server-Lösung in jedem Fall einfacher zu warten als etwas anderes, ob jetzt Linux oder Win soll jeder (der das nötige Geld hat) selber entscheiden, bzw. die entscheiden lassen, die den Kopf hinhalten müssen, wenn es nicht läuft. Wichtiger als die Diskussion um Edubuntu, Kubuntu oder Ubuntu sind eh Tools, die z. B. Schülern das Internet sperren, Arbeitsblätter austeilen, Drucker ein und ausschalten, oder Clients per Wake on Lane starten oder ausschalten. So weit ich das sehe, feheln die bei allen Versionen, und auch eine schultaugliche Benutzerverwaltung fehlt.
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PhotonX
Anmeldungsdatum: 3. Juni 2007
Beiträge: 4471
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Pathi: In welcher Sadt in der Ukraine läuft denn das Projekt? Komme nämlich selbst aus der Ukraine. ☺
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MisterX
Anmeldungsdatum: 28. März 2007
Beiträge: 227
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harrybe, es gibt kaum Leute, die KEINEN Windows-PC zu Hause stehen haben. Das heißt, dass das Gros der Schüler damit klar kommt. Und, was es für LInux an Alternativen zu M$-Produkten gibt, gibt es für Windows auch. Und du kannst nicht wirklich behaupten wollen, dass das bisschen Unterricht, der in der Schule gemacht wird, jemandem Computerkenntnisse rüberflötet. Sowas lernt man, indem man sich intensiv damit beschäftigt. Und das tut man in der Schule ganz sicher nicht. X
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harrybe
Anmeldungsdatum: 7. Juni 2007
Beiträge: 876
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Und du kannst nicht wirklich behaupten wollen, dass das bisschen Unterricht, der in der Schule gemacht wird, jemandem Computerkenntnisse rüberflötet.
Halt mal ein bisschen die Bälle flach, als ich aus der Schule gekommen bin gab es noch keine Computerunterricht an Schulen, eigentlich gab es auch noch keine Computer. Ich kenne mich eben in den Unternehmen aus und habe mittlerweile ca. 15 Jahre Computererfahrung. Solange man nicht das Problem mit den proprietären Datenformaten löst ist dies alles vergebene liebesmüh.
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Fabio
Anmeldungsdatum: 13. Mai 2005
Beiträge: 173
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Ich habe das Angebot bekommen, dass wenn ich ca. 30 Schüler zusammenbekomme, die Linux-Rechner wollen, würden die auch einen oder zwei bekommen. Das Problem: Die SCHÜLER wollen nicht. Computerraum: 6 Windows PCs 10 Intel Macs. Windows PCs: Immer besetzt, tlw. wird sogar in einer Reihe gestanden. Macs: Selten besetzt. Lehrer: Benutzen alle Apfel Mäckersystem 10.
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MisterX
Anmeldungsdatum: 28. März 2007
Beiträge: 227
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harrybe hat geschrieben: als ich aus der Schule gekommen bin gab es noch keine Computerunterricht an Schulen, eigentlich gab es auch noch keine Computer.
Den gibt es auch heute nicht wirklich. Nicht in Unterrichtszeiten. Nur in Informatik. Als Wahlfach. Und die, die das wählen, ham meistens nur Bock zum daddeln und surfen. Meine Erfahrung. Und ich als Schüler hänge da noch hautnah drin.
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Pathi
Anmeldungsdatum: 4. August 2006
Beiträge: 7
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@PhotonX: der Ort heißt "Sosniwka", ist in der Nähe von Lemberg. War aber noch nicht drüben, ist ein Hilfsprojekt unseres DRK-Ortsvereins und noch ziemlich Neuland. Besuch steht voraussichtlich im Frühjahr 2008 an, wenn alles dort ist und die Witterungsverhältnisse einen Besuch und den Aufbau möglich machen. Gruß Patrick
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robbe13
Anmeldungsdatum: 22. Oktober 2007
Beiträge: 53
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MisterX hat geschrieben: Den gibt es auch heute nicht wirklich. Nicht in Unterrichtszeiten. Nur in Informatik. Als Wahlfach. Und die, die das wählen, ham meistens nur Bock zum daddeln und surfen. Meine Erfahrung. Und ich als Schüler hänge da noch hautnah drin.
Das stimmt nich ich bin jetz 8. Klasse Gmnasium und wir haben seit der sechsten Informatik als Pflichtfach (ausgenommen ist dieses Jahr und ab der 8. für sprachlichen Zweig). Das gilt jetzt für G8.
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kchi
Anmeldungsdatum: 15. Juni 2007
Beiträge: 10
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Liebend gerne würde ich unsere PC-Räume auf Linux umstellen, aber was hier bislang meines Erachtens viel zu wenig diskutiert wurde, ist die kommerzielle, den Schulbüchern angepasse Lernsoftware! Selbst im Informatikunterricht nutze ich kommerzielle Lernsoftware und zwar Cornelsens "Class in an Box" http://www.cornelsen.de/classinabox. Ich halte das für eine wirklich prima Sache, um Schüler mit unterschiedlichen Vorkenntnissen in ihrem individuellen Tempo an Textverarbeitung und Tabellenkalkulation heranzuführen (Und zwar als "Planarbeit" mit der bekannten Mischung aus Pflicht- und Zusatzaufgaben). Gerne würde ich auf OOo wechseln, aber ich kenne keine Alternative zu "Class in a Box", vielleicht kommt Cornelsen ja selber mal drauf, das Paket auch für OOo anzubieten. (Und all das selber umzusetzen - ohne bei Cornelsen zu spicken - ist mir wirklich zu viel Aufwand). Das ist nur der Informatikunterricht: In Deutsch, Englisch und Französisch benutzen die Kollegen genaustens auf die Schulbücher des jeweiligen Jahrganges angepasste Software der Schulbuchverläge, in denen man zum Teil genau die Seitenzahl oder das Kapitel angeben kann und entsprechende Aufgaben / Übungen erhält. Und genau das ist als OpenSource nicht machbar - es gibt 16 Bundeslander, vielleicht fünf verschiede Schulbücher, die sich von Bundesland zu Bundesland erheblich unterschieden. Folglich wird die genaustens auf Schulbücher angepasste Lernsoftware Sache der Schulbuchverläge bleiben ... und die bieten diese Software numal nur für Windows an. Die Liste der kommerziellen Lernsoftware ist auch außerhalb der Schulbuchversionen wirklich lang, und auch wenn sie an euren Schulen nicht eingesetzt wird, so heißt das ja nicht, dass Schulen sie nicht einsetzen! Vielleicht könntet ihr dann mal überlegen, ob diese kommerzielle Software, die meine Kollegen sehr viel nutzen, unter Wine stabil machbar ist (Denn die veraltete Hardware, die den Schulen zu Verfügung steht, eignet sich wohl kaum für den Einsatz von Windows als Gast in irgendeiner virtuellen Maschine). Und das bezweifle ich! Auch wenn es bei mir zuhause Xp nur noch in einer VirtualBox gibt (wegen der Zeugnissoftware KLV), wird es in meinen Informatikräumen leider weiterhin heißen: Pinguin auf dem Server, Windows auf den Schüler-Clients. (Und vielleicht irgendwann ein Live-Linux auf CD um die Schüler mal reinschuppern zu lassen.) (Ach ja: MS bietet den Schulen soweit ich weiß nur Windows 2000 zum Nulltarif http://www.microsoft.com/Education/Freshstart/FSSplash.aspx, so nutzen wir dann aus Kostengründen auch noch 98SE)
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Apollo75
Anmeldungsdatum: 9. November 2005
Beiträge: 256
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Ja, dem kann ich nur Zustimmen. Die derzeitige kommerzielle Unterrichtsbegleitende SW macht einen generellen Umstieg auf Linux nicht gerade leichter. Allerdings bestimmt ja die Nachfrage das Angebot. Würden Schulen generell nur noch Linux nutzen, müssten sich die Verlage ziemlich bald Gedanken um eine Portierung ihrer SW machen, denn sonst werden sie diese nicht mehr los. In dem Fall wäre natürlich der Umstieg auf Linux tatsächlich erstmal ein Rückschritt - längerfristig jedoch sehe ich trotzdem die Vorteile überwiegen. Grüße, Apollo.
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MisterX
Anmeldungsdatum: 28. März 2007
Beiträge: 227
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kchi hat geschrieben: ...
Hier schonmal gewesen. Aber grundlegend hast du ja Recht...
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