staging.inyokaproject.org

Wird Xubuntu zu fett?

Status: Gelöst | Ubuntu-Version: Ubuntu
Antworten |

kringel

Avatar von kringel

Anmeldungsdatum:
7. September 2005

Beiträge: 2434

Hallo,

habe hier beim Distrowatch Weekly folgendes gelesen:
xubuntu 'growth', News, DistroWatch Weekly, Issue 184, 8 January 2007 hat geschrieben:

Xubuntu is a Linux distribution that doesn't often figure in the news headlines, but as an official sub-project of Ubuntu, it has become fairly popular, especially among those users who want to run a Linux operating system on older, less powerful computers.

Unfortunately, it seems that Xubuntu has been slowly making moves towards becoming a resource-heavy distribution, not much lighter than Ubuntu itself: "And so the 'Gnomification' rolls onward, and the weight of Xubuntu grows with each revolution. To me, that's a death knell for the underlying principle of Xubuntu: to make Ubuntu usable on older machines that lack the speed and muscle of modern rigs." The author of the above quote also mentions other worrying trends, such as Xubuntu's effort to turn the Xfce desktop into a GNOME "mockup" or the decision to replace the light-weight Sylpheed mail client with the heavy-duty Thunderbird. Read this post to learn more about Xubuntu's worrying development direction.

Es wäre schade, imho, wenn Xubuntu da etwas "aufgeweicht" würde. Klar, jeder kann sich die Pakete ja selbst zusammentstellen und letztlich ist xubuntu-desktop nur ein Metapaket. Nur gehen wir mal von einer Xubuntu-Standardinstallation aus. Wenn die Gerüchte stimmen, dann würde xubuntu doch etwas träger werden, also einfach manche leichtgewichtigen Anwendungen durch schwerere, aber populärere ersetzt. Schade, denn hier sind wie bisher mit Sylpheed weitere Alternativen aus der großen OpenSource-Welt auch neuen Usern direkt vor die Nase gesetzt worden.

Hat hier ein Xubuntu-Fan weiterer Informationen dazu? Meinungen?

Gruß, Christian

PS: Bin jetzt nicht direkt ein Xubuntu-Experte, wollte nur mal diese Meldung hier posten.

Moderiert von Chrissss:

Thema in das passende Forum geschoben.

Dakuan

Avatar von Dakuan

Anmeldungsdatum:
2. November 2004

Beiträge: 6532

Ich bin zwar auch nicht der Xubuntu-Experte, aber Xubuntu Anwender (2 PCs + 1 Subnotebook) und sehe solche Entwicklungen auch mit besorgnis.
Das fängt m.E. schon hier im Forum an, wenn empfohlen wird z.B. Gnome-Printmanager oder Networkmanager zu installieren. Ob sowas das System schon fett und träge macht weiss ich zwar nicht, aber mein Gefühl sagt mir das das nicht der richtige Weg ist (auch wenn es einfacher ist).

Aber in einigen Punkten macht mir schon die Software Sorgen, die bereits zur Grundinstallation gehört. Allem voran das Verhalten von Thunar. Thunar besteht immer darauf Vorschaubilder zu erzeugen, auch in der Testdarstellung! Bei Verzeichnissen mit Bilddateien (bei mir ca. 500 pro Verzeichnis) dauert das auf einem 450MHz PC ewig. PSP6 unter Win98 auf derselben Maschine ist fast doppelt so schnell beim erzeugen der Vorschaubilder.

Aber immerhinn, die Dapper Version läuft auf dem PC doch deutlich besser als die Ubuntu Version und das sollte auch in Zukunft so bleiben.

kringel

(Themenstarter)
Avatar von kringel

Anmeldungsdatum:
7. September 2005

Beiträge: 2434

Meine Besorgnis ist, dass es schon sehr viele Ubuntu-Derivate gibt... und manche bringen jedoch nur minimale Änderungen mit sich. Soweit, so gut. Aber ich denke, die "offziellen" Derivate/Desktops, sollten sich schon klar abgrenzen. Zudem zeigen sie die Reichhaltigkeit von open source, imho. Einfaches Bsp.: Ubuntu->Evolution, Kubuntu->KMail, Xubuntu->Sylpheed

So sollte es sein. Sonst könnten die Entwickler einfach noch ein Metapaket xubuntu-desktop-fat machen. 😉

Bauer87

Avatar von Bauer87

Anmeldungsdatum:
21. August 2006

Beiträge: 1300

Wir haben Xubuntu in der Schule installiert, grade weil es so schmal und trotzdem leicht ist. Und das sollte bitte auch so bleiben. Wenn sich das ändern sollte, packen die Rechner das nicht mehr und ruck zuck ist unsere Projektgruppe gescheitert. Hat schon nachteile, wenn eine Distribution zentral gesteuert wird, vielleicht wäre es doch schlauer gewesen Debian selber zu konfigurieren... Naja, Dapper bleibt schmal genug, und das läuft da wohl auch noch ne Weile.

otzenpunk Team-Icon

Avatar von otzenpunk

Anmeldungsdatum:
17. Oktober 2005

Beiträge: 8691

ChrisNiemy hat geschrieben:

Einfaches Bsp.: Ubuntu->Evolution, Kubuntu->KMail, Xubuntu->Sylpheed

Oder Ubuntu->Sylpheed, wie bei mir. 8)

conso

Anmeldungsdatum:
25. Oktober 2005

Beiträge: 984

unter xubuntu ist thunderbird und nicht sylpheed installiert, auch wenn sylpheed sicher mehr sinn machen würde.

Erunno

Anmeldungsdatum:
7. Juli 2006

Beiträge: 279

Ich bin nicht allzu vertraut mit dem Xfce Desktop aber liegt das Problem nicht daran, daß es sehr wenige Programme nativ für Xfce oder alternativ GTK+ Programme ohne GNOME Bindungen gibt ? Vermutlich weichen die Entwickler aus reiner Not auf GNOME Programme aus da ein kahler Desktop ohne wirkiche Funktionalität nicht wirklich aufregend ist.

Baghira

Avatar von Baghira

Anmeldungsdatum:
13. April 2006

Beiträge: 123

Naja, und wenn es solche Programme gäbe? Firefox und Gimp sind zum Beispiel Programme, die kaum gegen etwas anderes gelinkt sind als gegen das gtk. Aber sind sie deswegen auch wirklich schlank? Eher weniger.
Ich denke, dass Programmierer zwangsläufig einen Hang dazu haben, möglichst viele und möglichst aufwendige Features einzubauen; einfach weil man eher selten für ein bessonders ressourcenschonendes Programm gelobt wird, und weil sie obendrein meist nicht bessonders hübsch aussehen (Die fähigen Designer helfen auch lieber bei GNOME, KDE, Enlightenment und Co.)

Dakuan

Avatar von Dakuan

Anmeldungsdatum:
2. November 2004

Beiträge: 6532

Andererseits sind solche Nischenprodukte aber auch eine gute Einstiegsmöglichkeit für Programmierer.
Aus dem KDE oder Gnome Bereich kenne ich keinen einzigen Namen, aus dem Xubuntu/Xfce Bereich schon.

Luzypher

Avatar von Luzypher

Anmeldungsdatum:
28. Juni 2006

Beiträge: 209

Hi folks!

So nett wie die Idee von Ubuntu mit Xfce ist, doch leider sehe ich die Umsetzung in Hinblick auf die Intentionen des Xfce-Projektes als gescheitert an. Xubuntu ist m.E. nach recht langsam und auch nicht minder ressourcenverbrauchend als Gnome. Wenn man auf die Vorzüge des Ubuntu-Unterbaus verzichten kann, die da wären:

- umfangreiche Repositories
- komfortables Paketmanagment

so stellt Zenwalk eine echte Alternative dar! Ich würde sogar behaupten, daß Zenwalk genau das ist, was Xubuntu gern möchte aber verfehlt hat. Zenwalk basiert auf Slackware, ist äusserst ressourcensparend, schnell und man hat eben die Vorzüge (oder auch nachteile, je nachdem) eines Slackware Linux.

www.zenwalk.org

Viele Grüße
Dirk

Dakuan

Avatar von Dakuan

Anmeldungsdatum:
2. November 2004

Beiträge: 6532

Dann lass Xubuntu mal auf schwacher Hardware laufen (z.B. P2 mit 450MH). Das geht schon deutlich besser als die Gnome Version. Es wird da sicherlich durchaus besser geeignete Distris geben. Aber für mich ist es eben einfacher alle 6 PCs mit ?Ubuntu zu versorgen, da das aktuell halten sonst zu einem Fulltimejob wird.
Auf schwacher Hardware kann man vieles sehr gut mit der Stoppuhr vergleichen und da sind dann zwischen den Ubuntu Varianten schon unterschiede erkennbar. Leider musste ich da aber auch schon feststellen, dass Xubuntu schon mehr Resourcen als Windows 98 beansprucht.

gummibaerchen

Anmeldungsdatum:
23. März 2006

Beiträge: 556

Also ich fande Xubuntu nicht viel schneller als Ubuntu und hatte mir, nachdem ich darüber gelesen hatte, ein super schnelles Ubuntu Derivat vorgestellt, aber das ist es sicherlich nicht.

conso

Anmeldungsdatum:
25. Oktober 2005

Beiträge: 984

ich kann hier aussagen anderer gleich doppelt bestätigen:

1. Zenwalk läuft schneller und flüssiger als xubuntu, sogar erheblich
2. xubuntu läuft auf schwacher hardware viel viel schneller als ein gnome-ubuntu

bin gerade bei meinen eltern und hier sitz ich an einem 500 Mhz Athlon mit 128 MB Ram und Xubuntu. Wenn ich hier damit surfe, merke ich garnicht, was für ein olles ding das ist, generell läuft es bei allen basisanwendungen super und macht seinen job.
ubuntu mit gnome ist auf diesem rechner nicht nutzbar, einfach unendlich träge. auch bei der administration meines xubuntu muss ich immer aufpassen, daß ich nicht zu viele dicke klötze aus dem gnomebereich nachinstalliere, da sonst xubuntu schnell an geschwindigkeit verliert.
zenwalk nutze ich an diesem rechner nicht, weil ich dort nicht so ein großes paketangebot habe, wie bei ubuntu und mir kompilieren auf einer so ollen machine einfach zu lange dauert.

auf meiner moderneren maschine nutze ich parallel ubuntu und zenwalk. dort kann ich ruhig mal was kompilieren und zenwalk macht den leicht erhöhten arbeitsaufwand durch enorme geschwindigkeit wieder gut.

Ich hoffe ja immernoch, daß ich in sachen zenwalk noch irgendwann größere paketquellen finden werde oder sich die bestehenden paketquellen weiter füllen. dann könnte es xubuntu auf dauer bei mir ersetzen. Das Design gefällt mir ohnehin besser und das es standardmäßig xfce verwendet ist ein weiterer dicker pluspunkt.

mdkuser

Avatar von mdkuser

Anmeldungsdatum:
7. Februar 2006

Beiträge: 1098

Luzypher hat geschrieben:

so stellt Zenwalk eine echte Alternative dar! Ich würde sogar behaupten, daß Zenwalk genau das ist, was Xubuntu gern möchte aber verfehlt hat. Zenwalk basiert auf Slackware, ist äusserst ressourcensparend, schnell und man hat eben die Vorzüge (oder auch nachteile, je nachdem) eines Slackware Linux.

Full ACK, jedoch möchte ich anmerken, dass Zenwalk obwohl es noch binärkompatibel zu Slackware ist, den Voteil hat, das es eine auf den Desktop optimierte und mit neuesten Paketen ausgestattete Distrie ist, die wie Slackware dem KISS-Prinzip folgt. Vor allem das im Vergleich zu DEB "simple" Paketsystem bei dem man sich nicht mit kaputten Abhängigkeiten oder Versionskonflikten rumschlagen muss, und das fliessende Übergänge von einem Release zum anderen ermöglicht, ist, wenn man sich einmal dran gewöhnt hat, ziemlich genial.

conso hat geschrieben:

ich kann hier aussagen anderer gleich doppelt bestätigen:

1. Zenwalk läuft schneller und flüssiger als xubuntu, sogar erheblich
2. xubuntu läuft auf schwacher hardware viel viel schneller als ein gnome-ubuntu

3. Zenwalk folgt dem KISS-Prinzip (small and simple - im Sinne von schlicht und funktional nicht von einfach und dautauglich)
4. Zenwalk bringt per Standard schon Entwicklungswerkzeuge und Dev-Pakete mit, es lässt sich unter ZW problemlos kompilieren, das hab ich unter Ubuntu noch nicht erlebt.
5. Zenwalk ist ziemlich einfach anzupassen, und z.B.eine "customised" Version der Install/oder Live-CD ist mit wenigen Handgriffen und nur mit Boardmitteln remastert.
6. Es richtet sich an fortgeschrittene Benutzer, somit ist ein gewisses Niveau garantiert
7. Obwohl ZW viel kürzere Releasezyklen als (X)Ubuntu hat und im Gegensatz zu Ubuntu nur wenige Leute ausschliesslich in Ihrer Freizeit dran entwickeln ist es stabiler und subjektiv finde ich auch dass ZW 4.x weniger Bugs als ein aktuelles XUbuntu 6.10 hat.
conso hat geschrieben:

auf meiner moderneren maschine nutze ich parallel ubuntu und zenwalk. dort kann ich ruhig mal was kompilieren und zenwalk macht den leicht erhöhten arbeitsaufwand durch enorme geschwindigkeit wieder gut.

FULL ACK! Vor allem bricht unter ZW make normalerweise nicht mit Fehlern ab, so oft geschehen unter Ubuntu, obwohl alle benötigten Development-Pakete in der richtigen Version installiert sind.
conso hat geschrieben:

Ich hab auch xubuntu und zenwalk als dualboot rennen, und als Entwicklungsrechner sowie in Punkto Performance ist Zenwalk bei weitem besser als xubuntu
Ich hoffe ja immernoch, daß ich in sachen zenwalk noch irgendwann größere paketquellen finden werde oder sich die bestehenden paketquellen weiter füllen. dann könnte es xubuntu auf dauer bei mir ersetzen. Das Design gefällt mir ohnehin besser und das es standardmäßig xfce verwendet ist ein weiterer dicker pluspunkt.

Geht mir genauso, deshalb hab ich mich auch hingesetzt und fleissig Pakete für Zenwalk gepackt und die dann als "contributed work" zur Verfügung gestellt.
Wenn jeder für die Software, die er sich nachträglich kompiliert ein build-script erstellt und damit ein Paket erzeugt und bereitstellt, wird es auch für Zenwalk bald eine grössere Auswahl an zusätzlichen Paketen geben. Gehe ruhig mal davon aus, dass das das "extra" Repo und die Repos unter users.zenwalk.org ständig wachsen.

Für alle die einen Beitrag dazu leisten wollen: http://users.zenwalk.org ist die richtige Adressse.

Btw: Xubuntu hat auch seine Vorteile, es ist vor allem bequem und im Einsatz auf Laptops (Stichwort, CPU trotteling und Powersaving) hat es noch die nase vorn. 😉

Antworten |