Beides hat für mich seine Daseinsberechtigung, genau wie locate ein hilfreiches Tool neben find ist. Mir hat die Desktopsuche jedenfalls schon so manches graues Haar erspart, z.B. wenn ich mich nicht mehr erinnern konnte, wo ich den nun Datei abgespeichert hatte, sondern nur noch eine grobe Idee hatte was in der Datei stand. Mit der Desktopsuche war das Ergebnis in ein paar Sekunden da. Ein grep über ein gesamtes $HOME dauert in der Regel deutlich längern. 😉
Und wie oft passiert das im Alltag? (okay, je nach Gedächtnis 😛 )
Häufiger als mir lieb ist. Ein paar mal im Monat kommt das vor. Vor allem in und direkt vor Meetings hat sich die Desktopsuche als hilfreich heraus gestellt. 😇
Ich jedenfalls finde lieber in diesen seltenen Fällen alles als immer die Unsicherheit eines unvollständigen Indexes zu haben, oder die Arbeit der manuellen Indexierung, die sich hier gerade gemacht wird – und die dann keinen Vorteil zu einer Echtzeitsuche mehr bietet.
Auch diese manuelle Indexierung bietet noch einen Vorteil. Du kannst bestimmen, wann der Index aufgebaut wird und du hast die Ergebnisse kurz nach dem Abschicken der Suchanfrage. Eine echte Suche die du jetzt anschmeißt, gibt dir die Ergebnisse je nach Suche gleich, bald, irgendwann. Der Nachteil ist natürlich, dass dir die Daten von der letzten Indexierung bis jetzt fehlen.
Aber ich will keine Grundsatzdiskussion starten. Mir fiel nur mal wieder auf, wie unnütz da selten und unzuverlässig ich Desktop-Indexierung finde. 😇
Imho ist es wie mit anderen Werkzeugen auch. Man muss sie ausgiebig benutzen, um die Stärken und Schwächen für die unterschiedlichen Situationen zu finden. Um mit find und grep zu suchen, muss ich Zeit einplanen. Sei es weil die Suche lange dauert oder weil ich mir eine passende Suchsyntax überlegen muss. Andererseits bieten mir die Kommandozeilenwerkzeuge die Möglichkeit, die Ergebnisse direkt weiter zu verarbeiten und die Suchanfrage lässt sich besser spezifizieren.