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UEFI, Installation von Festplatte anstelle USB oder DVD

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Server 16.04 (Xenial Xerus)
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jhp

Anmeldungsdatum:
19. Oktober 2007

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Hallo zusammen,

Habe eine ganze Weile nichts mit Linux zu tun gehabt, und habe nun wieder begonnen, mich mehr damit auseinanderzusetzen. Dabei treffe ich leider sowohl bei Debian als auch bei Ubuntu direkt auf das erste Hindernis: Ich kann via EFI (ohne aktiviertem Secure Boot) die Installation nicht korrekt von einer separaten Partition starten (fat32, auf GPT disk). Die Suche dazu war leider wenig erfolgreich - scheinbar sind alle zufrieden damit, von USB oder DVD zu starten.

GRUB2 startet zwar sauber und ich kann zwischen allen Optionen wählen. Sobald ich dann installieren möchte, taucht die Fehlermeldung auf "CD-Rom nicht gefunden" - ist auch korrekt, ich will von einer EFI-Partition installieren. Nur geht es danach leider nicht mehr weiter. Das exakt gleiche Vorgehen klappt beispielsweise hervorragend mit OpenSUSE und SLES.

Um ein wenig zu erklären, warum ich von einer Partition booten möchte: Ich möchte die Installation mit preseeding für eine Lab-Automationslösung (https://github.com/AutomatedLab/AutomatedLab) automatisieren. Die Automationslösung richtet sich an Windows PowerShell-Nutzer, die Hyper-V (+VMWare, +Azure) Labs hochziehen möchten. Die Herausforderung ist für mich an der Stelle, dass ich den Start der automatisierten Installation in Ubuntu/Debian meines Wissens nur dann einleiten kann, wenn ich die preseed.cfg im Installationsmedium integriere und in \boot\grub\grub.cfg darauf verweise.

Unter Windows habe ich leider keine stabile Möglichkeit, die Installationsmedien zu bearbeiten, so dass sie danach noch sauber booten. RHEL/CentOS machen es einem einfacher, und durchforsten alle verfügbaren Partitionen nach einer ks.cfg. SLES/OpenSUSE benötigen einen kleinen Eingriff in der GRUB-Konfiguration, dafür kann ich hier die Installation einfach von einer beliebigen fat32-Partition booten.

Mein Verständnis von EFI ist bislang eigentlich, dass ich mich nicht mehr mit der bootfähigkeit meiner ISOs herumschlagen muss, solange die für EFI relevanten Daten vorhanden sind (was bei SUSE ja auch klappt).

Daher die Fragen:

  • Gibt es in Ubuntu (und Debian) generell die Möglichkeit, anstelle eines Flash-Drives von einer Partition zu booten?

  • Wenn ja: Wie muss diese Partition beschaffen sein (Layout,Filesystem), muss dafür an den Dateien des originalen Installationsmediums etwas angepasst werden?

  • Wenn nein: Gibt es Alternativen, das preseed-File automatisch verarbeiten zu lassen?

Details zu meiner Konfiguration:

  • Hyper-V auf Windows 10 1709

  • Generation 2 VMs mit deaktiviertem SecureBoot

  • Ubuntu-Server 16.04.4 LTS

  • Fehlermeldung und Auszug aus /var/log/syslog im Anhang

Vielen Dank schon mal.

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Dogeater

Anmeldungsdatum:
16. Juni 2015

Beiträge: 3381

Also ich kenne da genau drei Möglichkeiten. Ich liste sie alle mal auf, Schwierigkeitsgrad aufsteigend nach meinem Empfinden.

Für 1. und 2. kann man auf jeden Fall unbeafsichtigte Installationen basteln. Allerdings musst du es hinkriegen, dass du ein bootfähiges ISO hast, denn easy2boot stellt dir quasi den Unterbau zur Verfügung, der dich von deiner Festplatte beliebige ISOs booten lässt!

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