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BootOption noplymouth

Status: Gelöst | Ubuntu-Version: Ubuntu GNOME 21.04 (Hirsute Hippo)
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silvertux

Avatar von silvertux

Anmeldungsdatum:
18. April 2012

Beiträge: 120

Hallo Mitlesende ☺

Gemäss den Wikis Bootoptionen und Plymouth

sollten die Einstellungen 'noplymouth' und fehlendes 'quiet' in /etc/default/grub die BootKernelMeldungen erscheinen lassen:

GRUB_DEFAULT=0
GRUB_TIMEOUT_STYLE=hidden
GRUB_TIMEOUT=10
GRUB_DISTRIBUTOR=`lsb_release -i -s 2> /dev/null || echo Debian`
#GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="quiet splash"
GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="noplymouth"
GRUB_CMDLINE_LINUX=""

Anschiessend

sudo update-grub
reboot

Damit wechselt in meinem Ubuntu 21.04 lediglich die ScreenFarbe von purpur zu schwarzweiss. Der Rest bleibt unverändert: drehender Kreisel, ubuntuLogo.

Offenbar wird anderswo bestimmt, ob KernelMeldungen erscheinen sollen. Weiss jemand wo? Danke für Hinweise ☺

kB Team-Icon

Supporter, Wikiteam
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Anmeldungsdatum:
4. Oktober 2007

Beiträge: 9837

Der Linux-Kernel erzeugt beim Booten Meldungen, wenn auf seiner Kommandozeile die Option quiet nicht steht.

Plymouth verdeckt die Meldungen (oder auch einen leeren Bildschirm, ja nachdem) durch einen Splash-Screen, wenn auf der Kommandozeile die Option splash steht.

Wenn man also die Boot-Meldungen sehen will, muss man diese beiden Optionen entfernen.

Die Option noplymouth habe ich nie benötigt. Vielleicht war sie nur bei sehr frühen Versionen erforderlich. Wenn, dann wird sie vom Plymouth-DAEMON ausgewertet. Sie sollte jedenfalls nicht schaden.

Da ich beim Start die Meldungen durchlaufen sehen möchte, habe ich immer die Optionen quiet und splash entfernt und das Paket plymouth deinstalliert.

seahawk1986

Anmeldungsdatum:
27. Oktober 2006

Beiträge: 11278

Schau dir mal die Unit plymouth-start.service an - die Schaut auf ein paar Argumente in der Command Line des Kernels:

$ systemctl cat plymouth-start-service
# /lib/systemd/system/plymouth-start.service
[Unit]
Description=Show Plymouth Boot Screen
DefaultDependencies=no
Wants=systemd-ask-password-plymouth.path
After=systemd-udev-trigger.service systemd-udevd.service keyboard-setup.service
Before=systemd-ask-password-plymouth.service
ConditionKernelCommandLine=!plymouth.enable=0
ConditionKernelCommandLine=!nosplash
ConditionKernelCommandLine=splash
ConditionVirtualization=!container

[Service]
ExecStart=/sbin/plymouthd --mode=boot --pid-file=/run/plymouth/pid --attach-to-session
ExecStartPost=-/bin/plymouth show-splash
Type=forking
KillMode=none
SendSIGKILL=no 

noplymouth ist da nicht dabei, aber sowohl nosplash als auch plymouth.enable=0 sollten verhindern, dass plymouth gestartet wird. Ich würde sagen da ist der Wiki-Artikel nicht auf dem aktuellen Stand.

silvertux

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Anmeldungsdatum:
18. April 2012

Beiträge: 120

Danke für die Aufklärung ☺

Editiere ich das Menu von GRUB2 beim booten mittels 'e' kann ich die beiden Wörter 'quiet splash' löschen. Was genau einmal zum Erfolg führt, beim nächsten Booten müsste ich das erneut machen.

user@host:/etc/default$ sudo update-grub
Sourcing file `/etc/default/grub'
Sourcing file `/etc/default/grub.d/init-select.cfg'
Generating grub configuration file ...
Found linux image: /boot/vmlinuz-5.11.0-38-generic

In keinem der beiden files stehen die beiden Wörter 'quiet splash'.

Also bezieht GRUB2 seine Infos woanders her? Aber woher?

Berlin_1946 Team-Icon

Supporter, Wikiteam

Anmeldungsdatum:
18. September 2009

Beiträge: 10477

silvertux schrieb:

sollten die Einstellungen 'noplymouth' und fehlendes 'quiet' in /etc/default/grub die BootKernelMeldungen erscheinen lassen:

GRUB_DEFAULT=0
GRUB_TIMEOUT_STYLE=hidden
GRUB_TIMEOUT=10
GRUB_DISTRIBUTOR=`lsb_release -i -s 2> /dev/null || echo Debian`
#GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="quiet splash"
GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="noplymouth"
GRUB_CMDLINE_LINUX=""

silvertux schrieb:

Danke für die Aufklärung ☺

Editiere ich das Menu von GRUB2 beim booten mittels 'e' kann ich die beiden Wörter 'quiet splash' löschen. Was genau einmal zum Erfolg führt, beim nächsten Booten müsste ich das erneut machen.

user@host:/etc/default$ sudo update-grub
Sourcing file `/etc/default/grub'
Sourcing file `/etc/default/grub.d/init-select.cfg'
Generating grub configuration file ...
Found linux image: /boot/vmlinuz-5.11.0-38-generic

In keinem der beiden files stehen die beiden Wörter 'quiet splash'.

Deinen letzten unterstrichenen Satz verstehe ich nicht. Wie meinst du das?

Lidux

Anmeldungsdatum:
18. April 2007

Beiträge: 16801

Hallo silvertux,

Diese beiden Zeilen entfernen:

#GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="quiet splash"
GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="noplymouth"

und nur diese:

GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT=""

drin lassen.

Gruss Lidux

silvertux

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Anmeldungsdatum:
18. April 2012

Beiträge: 120

@Berlin_1946

Weder /etc/default/grub noch /etc/default/grub.d/init-select.cfg können GRUB2 'quiet splash' geliefert haben, da in beiden Dateien beide Wörter gar nicht vorkommen. sudo update-grub beruft sich aber ausdrücklich auf diese Dateien.

Lösung siehe nächste Antwort.

silvertux

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18. April 2012

Beiträge: 120

@Lidux

Ja, genau so steht es in meiner Datei /etc/default/grub.

Dennoch führte sudo update-grub dazu, dass in GRUB2 'quiet splash' weiterhin auftauchte, auch nach mehrmaligem sudo update-grub.

Was sich mittels 'e' beim booten überprüfen lässt.

Lösung = Boot Repair

sudo add-apt-repository ppa:yannubuntu/boot-repair
sudo apt-get update
sudo apt-get install -y boot-repair && boot-repair

Dieses Tool überprüft und repariert offenbar die GRUB2-Installation auf ihre Stimmigkeit. Jedenfalls erscheinen nun die Kernelzeilen bei jedem Neustart.

Optisch liesse sich noch verbessern, dass der erste Teil der Zeilen auch mit der gleichen, besseren Bildschirmauflösung angezeigt wird, wie der zweite Teil der Zeilen. Was die Übersichtlichkeit ab Anfang verbessern würde.

Berlin_1946 Team-Icon

Supporter, Wikiteam

Anmeldungsdatum:
18. September 2009

Beiträge: 10477

Hey,

und wie sieht jetzt, nach der Reparatur deine "neue"

/etc/default/grub

aus?

silvertux

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18. April 2012

Beiträge: 120

@Berlin_1946

boot-repair hat in Zeile 1 'saved' eingetragen und fehlende " " ergänzt:

VOR boot-repair:

GRUB_DEFAULT=0
GRUB_TIMEOUT_STYLE=hidden
GRUB_TIMEOUT=10
GRUB_DISTRIBUTOR=`lsb_release -i -s 2> /dev/null || echo Debian`
GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT=""
GRUB_CMDLINE_LINUX=""

NACH boot-repair:

GRUB_DEFAULT="saved"
GRUB_TIMEOUT_STYLE="hidden"
GRUB_TIMEOUT=10
GRUB_DISTRIBUTOR="`lsb_release -i -s 2> /dev/null || echo Debian`"

Rest unverändert:

GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT=""
GRUB_CMDLINE_LINUX=""
GRUB_GFXMODE="1600x1200x16"
export GRUB_COLOR_NORMAL="light-gray/black"
export GRUB_COLOR_HIGHLIGHT="magenta/black"
GRUB_SAVEDEFAULT="true"

Die aufgeführte Bildschirmauflösung wird allerdings erst in der 2. Phase der ablaufenden Meldungsanzeige wirksam - leider.

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