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Bringen Android Tablets das Ende von Linux auf dem Desktop?

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Nicht spezifiziert
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nightsky

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20. Januar 2011

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glasenisback schrieb:

Bei PCs kann man übrigens auch nichts reparieren. Nur weil du eine defekte Grafikkarte gegen eine neue ersetzen kannst, ist das noch lange kein "Reparieren". Die defekte Grafikkarte ist und bleibt defekt

genau, und selbst wenn man den verkohlten Chip auf der Karte ortet und ersetzt, dann hat man den PC immer noch nicht repariert, schließlich ist der Chip ja defekt und bleibt es auch, oder wie? Was für eine seltsame Auffassung von "etwas reparieren"....

Zum Thema: Obwohl ich Smartphones überhaupt nicht mag überlege ich mir ein kleines und billiges Galaxy Tab zu kaufen. An den Smartphones stört mich vor allem die Größe, mir ist das einfach zu frimelig. Tabs sind da schon eher mein Geschmack. Aber den Notebook ersetzen? Mit ~32 GB Speicher, einer fehlenden Tastatur, fehlenden "richtige" Games und das alles auf 7 Zoll? Ich weiß nicht. Was größeres als 7 Zoll kostet gleich wieder > 300, und wenn ich sehe wie schnelllebig der Markt im Moment ist will ich auf keinen Fall soviel Geld ausgeben für etwas, dass eigentlich gar nicht so dringend sein müsste.

Mich reizt vor allem der Gedanke an neue Möglichkeiten in der Uni. Ich mochte Latex zwar immer gern, aber so richtig in einer Vorlesung ends schnell mit texen, dazu reichen meine Künste dann einfach nicht. Vielleicht existiert ja eine zeitgemäße Mathe Erkennung, die das umständliche texen von Formeln überflüssig und meine Mitschrift digital und ansehnlich macht. Außerdem stelle ich mir es cool vor ein bisschen damit zu zeichnen....

Nun stehen ja die Win8 Tablets in den Startlöchern... eigentlich könnte Gnome 3 einen schicken Eindruck auf einem Tablet machen. Schade, dass es kein Gnome Tablet gibt!

glasenisback

Avatar von glasenisback

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20. November 2011

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nightsky schrieb:

genau, und selbst wenn man den verkohlten Chip auf der Karte ortet und ersetzt, dann hat man den PC immer noch nicht repariert, schließlich ist der Chip ja defekt und bleibt es auch, oder wie? Was für eine seltsame Auffassung von "etwas reparieren"....

Dann sag mir mal wann du das letzte Mal einen verkohlten Chip auf einer Grafikkarte selbst ersetzt bzw. ersetzen lassen hast? Oder auf einem Motherboard? Wegen der heute verwendeten Multilayer-Technik und SMD-Lötweise können das nur noch sehr wenige Unternehmen durchführen. Da ist nichts mehr mit selber löten.

Natürlich ist der PC im Ganzen repariert, wenn man eine defekte Grafikkarte ersetzt. Die defekte Grafikkarte landet aber in 99,999% der Fälle im Müll, weil sie keiner reparieren kann oder will. Und das ist im Sinne der Nachhaltigkeit kein bisschen besser als ein defektes, irreparables Tablet auf den Müll zu werfen.

Nun stehen ja die Win8 Tablets in den Startlöchern... eigentlich könnte Gnome 3 einen schicken Eindruck auf einem Tablet machen. Schade, dass es kein Gnome Tablet gibt!

Nur benötigt man für Tablets auch die passenden Anwendungen. Eine an Tablets angepasste Benutzeroberfläche alleine reicht nicht! Versuch doch einfach mal Windows 8 im klassischen Modus (z.B. den Dateimanager) nur mit den Fingern zu bedienen (Geht z.B. bei den Windows RT-Tablets im örtlichen Elektronikdiscounter). Man wird wahnsinnig wegen der winzigen Schaltflächen und so Sachen wie einem nicht vorhanden "rechten Maustaste"-Finger.

So können die KDE-Macher können z.B. noch so sehr ihr Vivaldi-Tablet hypen. Solange es keine passenden Anwendungen (sprich Apps) dafür gibt, ist das Teil nur eine Nerd-Masturbationshilfe und kein ernstzunehmender Gegner zu den Android -oder Apple-Tablets.

Schlaffi

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19. November 2006

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glasenisback

Ansonsten wird es halt repariert. Aber das ist doch keine Neuigkeit, oder? [...]

Bei PCs kann man übrigens auch nichts reparieren. Nur weil du eine defekte Grafikkarte gegen eine neue ersetzen kannst, ist das noch lange kein "Reparieren". [..]

Also was nun..

Dass man sich am Begriff "Reparatur" so stören kann, verstehe ich nicht. Dann eben Komponentenaustausch.

Renate55

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13. Januar 2009

Beiträge: 716

der Komponentenaustausch ist allerdings beim Notebook auch schon schwierig, wenn überhaupt möglich.
Und wer technisch gut drauf ist, der kriegt sein Smartphone mit jtag wieder flott oder müßte das Motherboard tauschen. Wie auch immer.
Die reine Touchscreen Bedienung eignet sich nicht für alle Aufgaben. Das Softwareangebot und die anschließbaren Peripheriegeräte sind wichtig. Und vielleicht läuft auf so einem Smartphone oder Tablet dann ein Ubuntu. Angestrebt wird es.
Ob es für Laien möglich sein wird und mit welchem Risiko, sich auch andere Betriebssysteme auf den Smartphones und Tablets der Zukunft zu installieren, das wird sich zeigen. Es ist eher unwahrscheinlich, daß Distrohopping und Komponenten-Austausch reichen, um den klassischen Tower am Markt zu halten. Er wird vielleicht durch ein wesentlich kleineres und kompakt gebauteres Gerät ersetzt, das bei stationärem Einsatz nicht unbedingt einen Bildschirm haben muß.

Falk_Linux

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4. Mai 2012

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olli1973

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18. Januar 2009

Beiträge: 276

Stefan Schmitz

Android hat sich weit von Linux entfernt - so weit, dass bereits vor etwa einem Jahr von Google bekannt gegeben wurde, Android wieder näher an Linux heranzuführen. Ich bin kein Kernel Programmierer - aber ich bezweifele, dass ich auf einem Android Tablett die Konsole öffnen kann um mich händisch durch das System zu bewegen. Und das ist nunmal ein wichtiger Teil von GNU/Linux.

Mittlerweile sind die meisten Android-Spezifischen Änderungen wieder in den Original-Kernel zurückgeflossen! Davon hat ja auch Google was! Und auf einen gerooteten Android kann man sich übrigens sehr gut mit einem Terminal durch System bewegen ☺

Elinoy

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2. Mai 2009

Beiträge: 345

Interessante Diskussion, die hatte ich letztens auch mit einem Kollegen.

Meiner Meinung nach haben Tablets eine Daseinsberechtigung und zwar auch zum Arbeiten. Beispiele die mir da spontan einfalle wären Audio-/Video-/Fotobearbeitung, ich weiß zwar nicht wie das heute der Fall ist, aber kommen tut so etwas sicher.

Auf der anderen Seite haben Desktoprechner genauso ihre Daseisberechtigung, z.B. zum Zocken (Shooter auf Tablets sind ein Krampf, ja ich weiß, dass das hierfür das falsche Forum ist), Programmieren oder Buchhaltung. Bei längerem Nachdenken würden mir vermutlich für beides noch mehr Aufgaben einfallen.

Schlussendlich kommt es also immer auf die Frage an, was man machen will. Wenn man z.B. nur Surfen, Filme gucken und Audioschnitt betreiben will, reicht einem sicherlich ein Tablett, ob zu Hause oder in der Firma. Will man dann beispielsweise noch Programmieren oder Shooter zocken, möchte man sicherlich noch einen Desktop haben.

Die zweite Frage, ob ein Desktop in fünf Jahren immer noch ein Desktop ist, oder nur ein Thinclient (z.B. in Form eines Tablets) für den Server auf der Arbeit oder in der Cloud ist dann IMHO wieder eine ganz andere, aber darüber kann man heute wohl nur spekulieren.

glasenisback

Avatar von glasenisback

Anmeldungsdatum:
20. November 2011

Beiträge: 1603

<q>Will man dann beispielsweise noch Programmieren oder Shooter zocken, möchte man sicherlich noch einen Desktop haben.</q> Aber was ist, wenn es immer mehr Tablets im Stil des MS Surface geben wird? Mit zusätzlicher richtiger Tastatur und einem größeren Bildschirm? Oder es irgendwann tatsächlich Smartphones mit zusätzlich installiertem Ubuntu und einer Docking-Station zu kaufen gibt?

PC haben Tablets oder Smartphones nur den größeren Bildschirm, eine bessere Tastatur und eine Maus voraus. Schließt man diese drei Dinge an ein Tablet oder ein Smartphone an, hat man im Grunde einen PC. Es fehlt halt im Moment an typischer PC-Software, aber das kann sich ja noch ändern.

Die Rechenleistung von PCs ist zwar auch höher, aber für 90% der Benutzer reicht die Rechenleistung eines Tablets oder Smartphones schon heute aus.

Falk_Linux

Anmeldungsdatum:
4. Mai 2012

Beiträge: 192

xXNeXoNXx schrieb:

Die zweite Frage, ob ein Desktop in fünf Jahren immer noch ein Desktop ist

Ich glaube, das ist der springende Punkt. Die technische Entwicklung führt dazu, dass die Grenzen zwischen dem traditionellen Desktop-Personal-Computer, einem Notebook, einem Netbook, einem Tablet und einem Smartphone, immer mehr verwischt werden und die Eigenschaften der Gadgets immer mehr ineinander verschmelzen. Heute kann ich mit einem Smartphone im Web surfen, Office Dokumente bearbeiten, Online Banking verwalten usw. Also all die Dinge für die mal traditionell der Desktop-PC stand. Auf einem Tablet (Android, Apple usw.) kann man die genannte Dinge natürlich noch ein wenig bequemer erledigen, weil die ein größeres Display und die Möglichkeit eine Maus anzuschließen haben.

Also ich denke, es kann durchaus sein dass die Tablets, in Verbindung mit einer Maus, Tastatur und entsprechender Software, weitere Marktanteile erobern. Nur dass Android GNU/Linux verdrängt, glaube ich weniger. Denn wie das Beispiel des Google Tablets zeigt, kommt Ubuntu auch auf die Tablets, also wird es in Zukunft nicht nur iPads und Android Tablets von Samsung und Co. geben sondern auch Ubuntu, Lubuntu, Kubuntu etc. Tablets.

glasenisback

Avatar von glasenisback

Anmeldungsdatum:
20. November 2011

Beiträge: 1603

<[..] weil die ein größeres Display und die Möglichkeit eine Maus anzuschließen haben.</q> Das geht auch bei den meisten modernen Smartphones.

<q>Denn wie das Beispiel des Google Tablets zeigt, kommt Ubuntu auch auf die Tablets, also wird es in Zukunft nicht nur iPads und Android Tablets von Samsung und Co. geben sondern auch Ubuntu, Lubuntu, Kubuntu etc. Tablets.</q> Ob ein reines Desktop-Linux auf einem Tablet wirklich Sinn macht, wage ich zu bezweifeln. Tablets und Smartphones sind keine Erfindung von Apple, sondern existieren schon wesentlich länger als das erste iPhone. Aber Apple hat als erster Hersteller erkannt, dass eine reine Fingerbedienung nur möglich ist, wenn sich die Anwendungen an bestimmte Konventionen halten. Dazu gehören z.B. entsprechend große Schaltflächen, Vollbildanwendungen ohne Fenster, optimale Raumausnutzung, usw.

Das alles ist bei einem Desktop-Betriebssystem auf einem Tablet nicht gegeben. Aus dem Grund waren auch alle bisherigen Versuche Microsofts Windows auf Tablet-PCs zu etablieren zum Scheitern verurteilt. Und genau aus dem Grund wird auch Ubuntu als einziges Betriebssystem auf einem Tablet ein kompletter Flop werden bzw. nur ein Spielzeug für Freaks sein. Wie ich schon an anderer Stelle geschrieben habe, ein System ohne passende Anwendungen taugt höchstens als Masturbationshilfe für Nerds.

Anders sieht es meiner Meinung nach aus, wenn Ubuntu zusammen mit Android benutzt werden kann:

Unterwegs hat man ein normales Android-Tablet oder Smartphone, daheim in der Dockingstation zusammen mit einer Maus, einer Tastatur und einem Bildschirm verwandelt sich das Gerät in ein reinrassiges Ubuntu-System.

So ein Hybridsystem könnte tatsächlich ein gewisser Erfolg beschieden sein.

MA_RI

Avatar von MA_RI

Anmeldungsdatum:
9. Mai 2012

Beiträge: 217

glasenisback schrieb: Solange es keine passenden Anwendungen (sprich Apps) dafür gibt, ist das Teil nur eine Nerd-Masturbationshilfe

igittigitt...

Danach kann man das Tablett erstsmal ne Stunde in Desinfektionslösung versenken...

morgulbrut

Anmeldungsdatum:
23. Oktober 2007

Beiträge: 116

Desktops: nein

Notebooks: vieleicht

Und einige Argumente wieso das nie eintreten wird, sind recht schwach: Grafikkarte bei einem Notebook austauschen? Interner Akku?

Schlaffi

Avatar von Schlaffi

Anmeldungsdatum:
19. November 2006

Beiträge: 1072

Um noch mal auf die Haltbarkeit der Hardware zurueckzukommen, ein IMHO sehr interessanter Artikel:

http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article112418443/Warum-Elektronik-haeufig-so-schnell-kaputtgeht.html

Mir ist völlig unverständlich, warum das alles so kritiklos geschluckt wird.

MfG

uphill

Avatar von uphill

Anmeldungsdatum:
2. Januar 2011

Beiträge: 441

Schlaffi schrieb:

Um noch mal auf die Haltbarkeit der Hardware zurueckzukommen, ein IMHO sehr interessanter Artikel:

http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article112418443/Warum-Elektronik-haeufig-so-schnell-kaputtgeht.html

Mir ist völlig unverständlich, warum das alles so kritiklos geschluckt wird.

MfG

Ich verlinke mal auf ein Thema welches ich mal aufgemacht hatte: Kaufen für die Müllhalde

mimzy

Anmeldungsdatum:
26. Juli 2009

Beiträge: 1177

Da lob ich mir doch mein Uralt-Nokia-Handy. Keine Frickelei. SMS und Telefonate und gut ist. Desktop mit Linux läuft wunderbar zuhause. So ist es schön und so soll es bleiben. Dieser unausgereifte Smartphone/Tablet Kruscht kann mir gestohlen bleiben.