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"Bezahlsoftware" im Software Center: Fluch oder Segen?

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Ubuntu 10.10 (Maverick Meerkat)
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Bordi Team-Icon

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5. März 2006

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Hallo karlh

Sorry wenn ich mich dazwischen klemme, aber was du schreibst hat doch keinen halt. Die Kostenpflichtige Software im Shop -wie beispielsweise der Fluendo DVD Player- hat nichts mit Canonical am Hut und ist Freiwillig zu Installieren. Mit den kosten können beispielsweise abgaben (Litzen für Codecs) bezahlt werden, was als OpenSource Model noch möglich ist. Genau so könnten Games oder CAD Programme Professionell -auf Windows Niveau- Hergestellt werden. Soll das alles Canonical bezahlen? Wieso denn? Würde es nicht mehr sinn machen wen jeder User selbst bezahlt was er an Kostenpflichtiger Software installiert, und als Sahnehäubchen noch ne Spende an Canonical sendet?

steiniDAU

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23. August 2009

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Finde die Option mit der Bezahlsoftware erst mal in Ordnung solange ich bei den bezahlten Programmen "unter die Haube" schauen kann und ich auch das Recht habe es meinen Bedürfnissen anzupassen. Ein Programmierer sollte auch Geld mit seiner Arbeit verdienen dürfen und solang das Preis/Leistungsverhältnis stimmt bezahl ich auch.

zephir

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20. März 2006

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steiniDAU schrieb:

Finde die Option mit der Bezahlsoftware erst mal in Ordnung solange ich bei den bezahlten Programmen "unter die Haube" schauen kann und ich auch das Recht habe es meinen Bedürfnissen anzupassen. Ein Programmierer sollte auch Geld mit seiner Arbeit verdienen dürfen und solang das Preis/Leistungsverhältnis stimmt bezahl ich auch.

Das wird wohl nicht der Fall sein, bisher scheint geplant zu sein, ganz normale kommerzielle Software anzubieten, die kannst Du dann installieren und benutzen, unter die Haube schauen eher nicht.

akrde

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22. März 2009

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zephir schrieb:

steiniDAU schrieb:

Finde die Option mit der Bezahlsoftware erst mal in Ordnung solange ich bei den bezahlten Programmen "unter die Haube" schauen kann und ich auch das Recht habe es meinen Bedürfnissen anzupassen. Ein Programmierer sollte auch Geld mit seiner Arbeit verdienen dürfen und solang das Preis/Leistungsverhältnis stimmt bezahl ich auch.

Das wird wohl nicht der Fall sein, bisher scheint geplant zu sein, ganz normale kommerzielle Software anzubieten, die kannst Du dann installieren und benutzen, unter die Haube schauen eher nicht.

Das wäre aber sehr schade, denn dann ist man irgendwann genauso in der "Lizenzfalle", wie es unter Windows der Fall ist.

Meiner Meinung nach sollte Linux-Software möglichst immer als Open Source Software zur Verfügung gestellt werden. Und ich möchte unter Linux auch keine Lizenz kaufen wollen, sondern über eine jährliche Gebühr eher ein Premium-Paket bestehend aus erweiterten Optionen und vor allem aus einem Premium-Suppport. So machen es viele kommerzielle Open Source Projekte bereits heute schon und das nicht ohne Erfolg damit zu haben.

Aber ein Closed Source Lizenzmodell wie unter Windows? Nein, sowas für Linux bitte nicht!

gogol

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31. Dezember 2009

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Hallo zusammen,

ich finde Bezahlsoftware im Software Center absolut in Ordnung. Nicht für jeden Zweck reicht OpenSource-Software (ein gutes Beispiel hierfür sind moderne CAD-Programme, die es zwar durchaus auch für Linux gibt, die aber durchgängig nicht 'frei' sind).

Insofern ist es meiner Meinung nach eine große Erleichterung, wenn man kommerzielle Software komfortabel über das Softwarecenter installieren und ausprobieren kann (die Kaufentscheidung ist schließlich jedem selbst überlassen).

Bezahlsoftware im Software Center eröffnet Softwarefirmen die Möglichkeit, speziell Ubuntu als potentiellen Markt zu sehen und sich entsprechend auch verstärkt dafür zu interessieren.

Für den Nutzer hat das meines Erachtens nur Vorteile - man überlege z.B. einmal, wieviele Softwarefirmen im Windowsbereich abgespeckte Freewareversionen Ihrer Kaufsoftware anbieten, die für die privaten Gebrauch exzellent geeignet und absolut ausreichend sind (wäre doch schön, wenn es das auch für Linux gäbe).

Gruß und einen schönen Tag allerseits

Gogol

karlh

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5. Oktober 2010

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Hallo,

@Bondi: Ich hoffe ich verstehe dich richtig. Ich bin natürlich der Meinung, dass jeder die SW selber bezahlen soll und nicht Canonical.

Ich sehe das so wie "gogol", das Canonicla die Software über das SW-Center bereitstellt und vom Hersteller gewisse Qualitätskriterien fordert. Der User bezahlt dann für den Freischaltschlüssel an den Hersteller.

Ansonsten trifft "gogol" den Nagel auf den Kopf.

Gruß Karl

akrde

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22. März 2009

Beiträge: 400

Closed Source macht Linux unsicher, der FOSS Gedanke sollte bei Linux auch bei Bezahl-Software immer im Vordergrund stehen.

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Avatar von Bordi

Anmeldungsdatum:
5. März 2006

Beiträge: 4549

@ karlh

.. Ansonsten trifft "gogol" den Nagel auf den Kopf.

Ja, gogol hat weitaus besser Formuliert als ich, und trifft es wirklich ziemlich genau. Ich denke Canonical kann wohl Qualitätsanforderungen stellen, würde ich gut heissen, ob es aber möglich ist diese auch zu überprüfen, wage ich jedoch zu bezweifeln.

akrde schrieb:

Closed Source macht Linux unsicher, der FOSS Gedanke sollte bei Linux auch bei Bezahl-Software immer im Vordergrund stehen.

Software zu verkaufen deren Quellcode offen liegt, kann nicht lange gut gehen.

cyrex

Anmeldungsdatum:
20. Oktober 2007

Beiträge: Zähle...

akrde schrieb:

Closed Source macht Linux unsicher, der FOSS Gedanke sollte bei Linux auch bei Bezahl-Software immer im Vordergrund stehen.

Nur wenn jeder seine Software auf den "Markt" schmeissen kann und diese nicht nach bestimmten Qualitätskriterien geprüft wird. Dafür hat Canonical dann meiner Meinung nach Sorge zu tragen.

Bordi schrieb:

Software zu verkaufen deren Quellcode offen liegt, kann nicht lange gut gehen.

Richtig. Die Software wird dann einmal gekauft und dreimal kostenlos "nachgebaut". Das wäre für die Entwickler kein wirklich großer Ansporn. Ich für meinen Teil bin auch gerne bereit für Closed Source zu zahlen, aber NUR wenn:

1. Die Software gewissen Qualitätskriterien entspricht

2. Der Hersteller Support gewährleistet, mit dem man etwas anfangen kann. Dazu gehören natürlich auch Kundenanforderungen nachzugehen.

3. Die Software aktuell gehalten wird.

just my two cents...

burli

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27. April 2007

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Also ich weiß nicht, ich habe den Eindruck, hier machen sich einige ziemlich unbegründet in die Hose. Fenstermanager und Panels, die was kosten sollen? Schon arg abwegig.

Fakt ist, dass es eine Bereicherung wäre, wenn vor allem Spiele zu bekommen wären, vor allem Spiele wie OilRush. Wäre da nicht die Hürde der Kreditkartenzahlung würde ich mir sowas durchaus schonmal kaufen

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5. März 2006

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burli schrieb:

.. Wäre da nicht die Hürde der Kreditkartenzahlung würde ich mir sowas durchaus schonmal kaufen

..oder PayPal und Konsorten. Ist mir persönlich fast noch lieber.

burli

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Anmeldungsdatum:
27. April 2007

Beiträge: 9066

Bordi schrieb:

..oder PayPal und Konsorten. Ist mir persönlich fast noch lieber.

PayPal würde auch noch gehen, allerdings bietet Canonical das nicht an. Einzige Ausnahme ist der Music Store, aber da läuft es ja über den Musikladen

steiniDAU

Anmeldungsdatum:
23. August 2009

Beiträge: 9

Zum Glück kann jeder selbst entscheiden was für Software auf seinen Rechner kommt! Solang ein Programm etwas vor mir versteckt kommt es nicht auf meine Rechner ob nun Bezahlsoftware oder nicht! Wenn bei einem Programm das Preis/Leistungsverhältnis stimmt wird sich ein grossteil der Nutzer nicht die Mühe machen es nachzubauen.Glaube kaum das jemand Openoffice nachbauen würde selbst wenn es 50,--Euro kostet.

Und wer einmal einen Windowsrechner von der ach so tollen Share/Freeware aller Computerbild befreien dürfte wird sich überlegen ob er es seinen eignen Rechnern antun will;)

zephir

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Anmeldungsdatum:
20. März 2006

Beiträge: 2770

steiniDAU schrieb:

Wenn bei einem Programm das Preis/Leistungsverhältnis stimmt wird sich ein grossteil der Nutzer nicht die Mühe machen es nachzubauen.Glaube kaum das jemand Openoffice nachbauen würde selbst wenn es 50,--Euro kostet.

Schlechtes Beispiel 😉

OpenOffic wird grade geforkt (nachgebaut), weil die freie Weietrentwicklung nicht sichergestellt ist. Und für nahezu jedes OpenSource Programm gibt es funktionsgleiche propritäre Software, teilweise sogar funktional besser, in der Regel auch zu bezahlbaren Preisen. Menschen bauen die Software trotzdem nach oder entwickeln sie parallel. Weniger wegen des Preis, sondern entweder weil so eine effizentere (kostengünstigere) weiterentwicklung möglich ist (fokus auf OpenSource) oder weil der freie Zugang zu Wissen und Software wichtig ist (fokus of Freiheit), (oder weil der Entwickler schlicht seine Eigenentwicklung nicht vermarkten will, aber gerne bereit ist, sie mit anderen zu Teilen (fokus WTFPL 😉).

Der Ubuntu Appstore ist ein logischer Schritt für die Weiterentwicklung von Ubuntu und dessen verbreitung auf dem Desktop. Für eine Massenhafte Verbreitung ist es unrealistisch, alzu idealistische Ziele zu verfolgen. Und wie hier ja oft angesprochen wurde, gibt es einfache für viel Software, die man entweder braucht oder die Spaß macht, keine guten OpenSource alertnativen.

Ich hoffe nur, das es der Verbreitung von freier Software nicht schadet, Ubuntu wird dadurch vermutlich mehr und mehr konsumenten anziehen, denen Freie Software völlig egal ist, und für Software Entwickler für Ubuntu könnte es dadurch zunehemnd attraktiver werden, kleine tools, die sie sonst als OpenSource Software veröffentlicht hätten, lieber unter einer closed source lizenz für 99 cent im Software-Center anzubieten.

Aber wie gesagt, ist ja kein muß, und propritäre Software gibt es auch jetzt schon massenhaft, trotzdem geht freie Software nicht unter, im Gegenteil. Und über mehr kleine Spiele für Ubuntu würde ich mich auch freuen, auch wenn die propritär sind.

appleman

Anmeldungsdatum:
1. Januar 2008

Beiträge: 311

Hallo

Ich bin mir dessen bewusst, dass der Thread schon etwas älter ist und bin nicht ganz sicher ob das hier hingehört, ich probiers einfach mal:

1.Frage: Gibt es eine Möglichkeit alle "Bezahlprogramme" im Softwarecenter auszublenden? (und nur diese) Ich habe nicht vor jemals in so etwas auch nur 1 cent zu investieren und werde meine Meinung auch so bald nicht ändern. Deshalb möchte ich bei der Suche nach neuer Software nicht ständig über komerzielle Programme stolpern.

2. Frage: Wie wird das überhaupt jetzt technisch realisiert? Jedes "herkömmliche" Programm aus dem Softwarecenter ist doch im Prinzip nur mit einzelnen Paketen verknüpft die dann von irgendwelchen Server heruntergeladen werden. Aber diese Pakete kann ich doch auch von Hand herunterladen, ohne Softwarecenter. Wie wird das geschützt? Oder hat jedes Programm dann wieder seinen eigenen Kopierschutzmechanismus, für den es dann cracks gibt (oder auch mal Viren) und den ganzen Müll wie man das von Windows kennt?

mfg appleman