Meiga ist eine Desktop-Applikation, die (überhaupt) nicht dafür gemacht ist, auf Ubuntu Server installiert zu werden.
Das weiß ich doch, und ich habe auch nie etwas Anderes gedacht. Doch die Desktop-Applikation Meiga lässt sich eben im Internet als Webserver verwenden, und das wird auch eifrig propagiert ("it is so easy ..."). Und das ist für mich der springende Punkt.
Wie "schlau" es jetzt ist, seinen Meiga-Server im Internet verfügbar zu machen kann ich nicht sagen. Genau so wenig, wie sicher die Abschottung der freigegebenen Verzeichnisse gegen den Rest des Systems ist.
Ganz genau so sehe ich es eben auch. Und deshalb meine ich, sollten wir vorsorglich davor warnen, Meiga als Webserver zu verwenden. Oder es muss deutlich aufgezeigt werden, weshalb Meiga so sicher ist, dass man dies empfehlen darf. Sonst stellen wir unsere eigenen Warnungen vor Webservern mit GUI selbst in Frage.
Natürlich wird wohl niemand Meiga als für jedermann öffentlich zugänglichen Webserver einsetzen wollen. Doch ich finde leider keine Informationen darüber, wie sicher die Authentifizierung und Zugangskontrollen, die Abschottung der Freigaben, die Verschlüsselung des Datenverkehrs, die Übermittlung der Schlüssel usw. sind. Ein Webserver ist eben kein Spielzeug.
Es wäre nicht schwierig, auch Samba oder NFS als Webserver einzusetzen. Doch davon wird immer dringend abgeraten, weil diese Dienste hierfür eben nicht sicher genug sind. Sind Meiga und Kangee hier viel sicherer? Ich weiß es nicht. Und das Wiki gibt mir da nicht die nötige Auskunft.
Wie in der Einleitung beschrieben, ist es eine Alternative zu gnone-user-share, welche ja auch eine Desktop-Applikation ist.
Ja, aber gnome-user-share lässt sich eben nicht als Webserver im Internet verwenden!
Gruß – Max-Ulrich