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Ubuntu Derivat mit Tiling WM?

Status: Gelöst | Ubuntu-Version: Ubuntu 22.04 (Jammy Jellyfish)
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burli

Avatar von burli

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27. April 2007

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Moin, ich bin auf der Suche nach einem schlanken Ubuntu Derivat mit einem Tiling WM wie i3. Ich weiß, dass ich mir das selbst basteln kann, aber andere können das sicher besser.

Ich möchte es auf einem alten Samsung N150 Netbook installieren, deshalb sollte es halbwegs schlank und eben mit einem Tiling WM sein, um das kleine Display besser nutzen zu können. Trotzdem sollten grundlegende Dinge wie Lautstärkeregelung oder Netzwerk ootb funktionieren. Meine Selbstversuche waren dahingehend weniger erfolgreich. Entweder haben manche Sachen nicht funktioniert wie sie sollten oder ich habe mir über irgendwelche Abhängigkeiten einen kompletten Gnome Desktop nachinstalliert.

Gibt es ein gutes Derivat mit Tiling WM auf Ubuntu Basis? Ich habe mich gerade mit Manjaro i3 versucht, hab mir das System aber nach kürzester Zeit zerschossen ohne zu wissen warum und ich habe keine Zeit und keine Lust mehr, mich in eine völlig andere Distribution einzuarbeiten.

von.wert

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23. Dezember 2020

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Wenigstens hat der Atom N450 x64. Glücklicherweise hat dieser lahmarschige Atom bloß 1 Kern, 2 von der Sorte wären nicht auszudenken. 😀

Hast Du wenigstens auf 2 GiB max aufgerüstet? Shared mem geht für den GMA 3150 ab. Ein kleines SSD würde noch ein Quentchen 'rausholen (ein neues würde ich für das Netbook jetzt nicht mehr kaufen, Schinken → Wurst, aber vielleicht liegt noch ein 120er nicht mehr genutzt herum).

Darauf willst Du kein fettes Ubuntu installieren - und fett ist nicht nur das DE, das Du ersetzen willst, schon der Ubuntu-Kernel.

Einen Tiling-WM würde ich eher auf Monitoren mit großer Auflösung verorten. In irgendwas von irgendeiner Einzelperson zusammengebasteltes hätte ich kein derart blauäugiges Vertrauen wie offenbar Du. Wie oft willst Du installieren und dann noch mit demselben Image? Also brauchst Du gar nichts fertiges.

Ein minimales Debian zu installieren (Du kannst ja debian-live-11.3.0-amd64-standard.iso nehmen), xorg, einen DM und i3 nachzuinstallieren, sollte Dir doch wohl möglich sein. Oder statt standard debian-11.3.0-amd64-netinst.iso oder ein testing-Image, um halbwegs aktuell zu sein (sofern man das bei Debian überhaupt sagen kann).

Wenn Du ein arch-basiertes System zerschossen hast, mußt Du Dich aber schon sehr danebenbenommen haben. 😉 Auch, wenn's nur Manjaro gewesen ist oder gerade dann (dort kann man z.B. mehrere Kernel-Versionen installiert lassen ähnlich Ubuntu, was bei originalem Arch nicht möglich ist, von Standard, LTS, Zen abgesehen).

Btw., Arch, i3 und fertig. Es gibt innerhalb EndeavourOS eine kleine Gruppe i3-Enthusiasten, die eine zeitlang separate i3-Images (dev) erstellt haben. Wenn man bei EndeavourOS die online-Installation wählt, kann man statt des Defaults Xfce ein anderes der angebotenen DEs bzw. WM wählen, so auch i3 (online bezieht sich nur auf das, was man wählt und nicht im Image ist).

burli

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27. April 2007

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Klar ist das Ding Grotte, aber es läuft. 2GB und SSD sind drin. Für Internet völlig ungeeignet, aber um ein bissel Rumzublödeln oder ein paar Python Übungen zu machen reicht es allemal.

Bei Manjaro i3 war ich direkt am Anfang enttäuscht. Vom Live USB gebootet hatte ich einen recht schön vorkonfigurierten Desktop mit Wallpaper, Conky, einem ansehnlichen Panel usw. Nach der Installation war davon nichts übrig.

Kaputt gemacht habe ich es (vermutlich), als ich nichts mehr getan habe als ein anderes Terminal via Pacman zu installieren. Was anderes habe ich davor und danach nämlich nicht gemacht. Danach ließen sich keine Programme mehr starten. Nur noch eine "Sanduhr", aber nichts passiert. Ich habe kein Interesse, mich schon mit solchen Problemen nach einer völlig normalen Aktion rumzuschlagen.

Ich habe wie gesagt schon mehr oder weniger erfolgreich versucht, auf Basis von Minimalinstallationen ein System aufzusetzen, aber irgendwas hat nie richtig funktioniert.

Ich bin über Regolith Linux gestolpert. Das installiere ich gerade. Live sieht es halbwegs brauchbar aus.

Tiling WM auf dem Ding deshalb, weil man den verfügbaren Raum imho besser nutzen kann. Also keine Titelleiste und immer maximierte Fenster und man kann zwischen mehreren Programmen einfach mit Super+Zahl umschalten. Finde ich gerade bei kleinen Bildschirmen praktisch. Als Extremvariante kann man die grafische Oberfläche komplett weg lassen und zwischen virtuellen Terminals umschalten. Aber ich möchte ein wenig mit tkinter arbeiten. Geht schlecht ohne xorg.

von.wert

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23. Dezember 2020

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Da ist doch wieder Ubuntu drunter.

"regolith-linux-2.0-impish-latest - Pre-release" - ist ja top-aktuell.

burli

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Ja, und es ist grottenschlecht. Braucht einen Haufen Speicher, weil der halbe Gnome Desktop drunter ist.

Nächster Versuch demnächst. Vielleicht mit Debian unstable oder doch Arch/Endevour

HaCeMei Team-Icon

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Arch + sway könnte genau das sein, was du suchst, leichtgewichtig und aktuell, hat alles nötige an Bord. Installation macht sich halt nicht von selbst.

burli

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Ich schätze, dass wird meine beste Option sein. Wobei ich nicht sicher bin, in Wayland bzw Sway auf der alten Kiste laufen. Auf dem Teil läuft ja nicht einmal Alacritty weil OpenGL zu alt ist.

dersebastian

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6. Januar 2018

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Du könntest für den Anfang auch ein Sparky Minimal GUI versuchen, basiert auf Debian.

Aber ich empfehle auch, dir da selber was zu bauen. Mit Debian und System Utils only. Die einzige Hürde nach der Grundinstallation könnte die Netzwerkverbindung sein, wenn du nicht per Kabel verbunden bist. Das kann man unter anderem aber auch mittels chroot aus einem Livesystem raus lösen, wenn verbunden, dann zB. einfach:

apt install xorg awesome lxterminal mc network-manager-gnome thunar

Und du kannst loslegen... 😎

Kätzchen

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1. Mai 2011

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Vielleicht hilft dir dieses Youtube-Video (von DistroTube) weiter: –> My Tier List For Tiling Window Managers

burli

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27. April 2007

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Mein Problem ist weniger, basierend auf einer Minimalinstallation ein Tiling WM zu installieren und zum Laufen zu bringen. Es scheitert eher daran, dass ganze brauchbar zu konfigurieren.

Ich habe jetzt EndeavourOS mit i3 installiert und nach ein paar geringfügigen Anpassungen an der Taskleiste ist es ganz brauchbar und erfüllt seinen Zweck. Ich muss mich nur mit dem Arch Unterbau anfreunden. Da gibt es den einen oder anderen Unterschied. zB gibt es keine plugdev Gruppe und es hat mich jetzt eine ganze Weile gekostet um ohne sudo auf einen virtuellen Comport zugreifen zu können. Deshalb wäre mir Ubuntu oder zumindest Debian lieber gewesen.

Aber jetzt ist es so und ich belasse es erstmal dabei

dersebastian

Anmeldungsdatum:
6. Januar 2018

Beiträge: 593

burli schrieb:

Es scheitert eher daran, dass ganze brauchbar zu konfigurieren.

Das ist doch der Spaß bei der Sache! 😀

... Ich muss mich nur mit dem Arch Unterbau anfreunden. ... Deshalb wäre mir Ubuntu oder zumindest Debian lieber gewesen. ... Aber jetzt ist es so und ich belasse es erstmal dabei

Passt eh, aber - ohne da jetzt nochmal was aufrollen zu wollen - warum bist du dann nicht zur Mama gegangen sondern gleich zu Arch rüber?

EDIT: Ach, sorry, gerade gesehen, da gibt's i3 vorkonfiguriert, alles klar! 👍

burli

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27. April 2007

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dersebastian schrieb:

EDIT: Ach, sorry, gerade gesehen, da gibt's i3 vorkonfiguriert, alles klar! 👍

Wie gesagt, Tiling WMs hab ich schon verschiedene installiert. Teilweise sogar vom Source compiliert (zB Leftwm).

Aber die ganzen Feinheiten drumrum machen einen Haufen Arbeit. Es mag sein, dass es dem einen oder anderen Spaß macht, aber ich nutze die Zeit lieber um zu programmieren oder einfach nur YouTube zu schauen.

Jeder hat halt andere Hobbys. Denktopumgebung von null aus einrichten ist nicht meins.

dersebastian

Anmeldungsdatum:
6. Januar 2018

Beiträge: 593

Sollte auch gar nicht blöd rüberkommen, kann ich gut verstehen!

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